Charlottenburg

Bis 1920 war Charlottenburg eine selbstständige, wohlhabende Großstadt westlich von Berlin.
Aus der Grunewaldkolonie entstand 1880 der Ortsteil Halensee gleichzeitig mit Eröffnung des Ringbahn-Bahnhofs Grunewald, der später in Halensee umbenannt wurde. Der Bezirk Halensee war beliebt bei pensionierten Militärs, Beamten, Literaten und Rentiers. Der Bau von Villen und Mietshäusern wurde 1914 abgeschlossen.
Der Lunapark war ein beliebtes Ausflugsziel an der Ostseite des Halensees und seit dem 1. Mai 2008 ist die heutige Ku´Damm Beach eröffnet.
Bauwerke:
Die Hochmeisterkirche in der Westfälischen Straße wurde 1908–1910 nach Plänen von Otto Schnock im romanischen Stil errichtet.
Das Bürogebäude Kurfürstendamm 119/120 wurde 1994 nach Plänen von Helmut Jahn errichtet.
Die Schaubühne am Lehniner Platz wurde von Erich Mendelsohn 1927-1931 zunächst als Wohn- und Geschäftskomplex mit dem damals größten Kino Berlins dem Universum gebaut.
Am Rathenauplatz steht der einbetonierte Cadillac des Künstlers Rolf Vostell.
Bekannte Persönlichkeiten, die in Halensee einmal gelebt oder gearbeitet haben:
Heinz Berggruen, Kunstsammler, besuchte die Halensee Grundschule.
Salomon Friedländer, Philosoph und Satiriker, Freund der Dadaisten, lebte von 1913 bis zu seiner Emigration 1934 in der Johann-Georg-Straße 20.
Else Lasker-Schüler, Schriftstellerin und Lyrikerin, lebte von 1909 bis 1911 in der Katharinenstraße 5.
Daniel Libeskind, Architekt, lebte während seiner Berliner Planungszeit (Jüdisches Museum) bis 2003 am Kurfürstendamm 96.
Vladimir Nabokov, russischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, lebte von 1922 bis zu seiner Flucht vor den Nationalsozialisten 1937 in Halensee (Nestorstraße 22).